Jüdische Stimmen
zu Geschichte und Gegenwart

Antisemitismus betrifft konkrete Menschen. Dieses Modul setzt hier an und widmet sich der Perspektive von Betroffenen. In Interviews kommen unterschiedliche jüdische Personen selbst zu Wort und geben Einblick in ihren Alltag: Wie (er-)leben sie Judentum? Welche Erfahrungen waren prägend für das eigene Selbstverständnis? Und wie und wo begegnet ihnen Antisemitismus im täglichen Leben?

Auch vor Ort gibt es Begegnungen von Jugendlichen mit jüdischen Personen, in denen ein gemeinsamer Austausch stattfinden kann. So entsteht ein neues Bewusstsein für die Situation jüdischer Menschen und die Auswirkungen von Antisemitismus.

„Hass fängt da an, wo Bildung aufhört.“

Nicole Fahrmeir (*2003), 2025

Viele Jugendliche (und auch Erwachsene) nehmen Antisemitismus als ein „abstraktes“ Ausgrenzungsphänomen wahr – häufig fehlt das Bewusstsein dafür, dass es reale Menschen betrifft. Das Modul „Jüdische Stimmen in Geschichte und Gegenwart“ nimmt dies als Ausgangspunkt. Die Interviews und Vor-Ort-Treffen mit Jüdinnen:Juden zeigen, welche Auswirkungen antisemitische Agitation auf jüdische Personen hat: ihren Alltag, ihr Handeln und ihr Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit. Dies ermöglicht über die persönliche Begegnung einen empathischen Zugang zu der Thematik, der zu konkretem Eintreten gegen Antisemitismus motiviert.

„Ich bin ganz sicher, dass man das Erbe weitergibt.“

Dr. Eva Umlauf (*1942), 2024

Projektmodule

„Jüdische Stimmen zu Geschichte und Gegenwart“ ist eines von vier Modulen des Projekts „Memory Momentum“. Bis 2028 entstehen eine digitale Lernplattform und Vor-Ort-Workshops, die junge Menschen befähigen, Antisemitismus zu erkennen, zu benennen und ihm entgegenzutreten.

Die weiteren Projektmodule sind: