Antisemitismus im Abimotto

Im Mai 2025 wird ein antisemitisches Abimotto zum Skandal. Der Fall zeigt, wie Antisemitismus als Provokation eingesetzt wird und wie unsere Gesellschaft darauf reagieren kann.

Hast du in einem Chat schon einmal Witze über den Holocaust gelesen?

Der Abschlussjahrgang eines Gymnasiums in Gießen sucht sein Abimotto. Die Abstimmung läuft über eine online zugängliche Plattform. Jede:r kann abstimmen. Antisemitische Vorschläge wie der Spruch „Abi macht frei“, der auf die Torinschriften in Konzentrationslagern anspielt, erhalten die höchsten Bewertungen. Der Fall landet in der Presse und löst eine Debatte aus, die weit über die Schule hinausgeht.

Schüler:innen wehren sich und zeigen, dass die Abstimmung manipuliert war. Dieser Eklat macht deutlich, wie kalkuliert Antisemitismus als „ultimative Provokation“ eingesetzt wird. Der Fall zeigt aber auch, dass man solchen Grenzüberschreitungen aktiv entgegentreten kann.

Geschichte bleibt. Haltung wirkt. Gemeinsam gegen Antisemitismus in der Schule.

Workshops

Das Beispiel „Antisemitismus im Abimotto“ führt in das Modul Quellen & Archiv ein, das Teil der Vor-Ort-Workshops des Max Mannheimer Studienzentrums ist.