Der Friedhof in Diespeck ist wiederholt betroffen. Nach Schändungen im Jahr 1930 und während der NS-Zeit findet der letzte Vorfall in Diespeck 2006 statt. Dabei zerstören zwei Rechtsextremisten 68 Grabsteine und das jüdische Kriegerdenkmal. Es bleibt aber kein Einzelfall: Schändungen jüdischer Friedhöfe reichen bis in das Mittelalter zurück und treten auch in der Gegenwart auf. Seit 1945 wurden fast 2.500 Fälle in Deutschland dokumentiert. Allein im Jahr 2023 [Es gibt noch eine Erhebung zum Jahr 2024 und 2025. Beide Zahlen sind aber sehr niedrig. Ich gehe davon aus, dass das am Projektende lag] kam es zu mindestens 27 Schändungen.