Als Leiter des „Judenreferats“ war er maßgeblich an der Organisation des Völkermordes an Jüdinnen:Juden beteiligt. Nach dem Krieg entzog er sich wie viele NS-Verbrecher der Verurteilung durch die Flucht nach Südamerika, wo er unter falscher Identität untertaucht. 1960 entführt der israelische Geheimdienst Mossad Eichmann nach Jerusalem, um ihn vor Gericht zu stellen. Der Prozess wird im Fernsehen übertragen, wodurch die Berichte von Shoah-Überlebenden über NS-Verbrechen erstmals ein breites Publikum erreichen. Das Verfahren stößt eine intensive Debatte an und prägt das Bild des bürokratischen Schreibtischtäters.