Sie werden als Kontingentflüchtlinge bezeichnet. Die Regelung wird gerechtfertigt mit dem Schutz der Minderheit angesichts der Krisen in ihren Herkunftsländern. Öffentlich werden aber auch der hohe Bildungsgrad der jüdischen Bevölkerung und die historische Verantwortung ihr gegenüber diskutiert. Bis zum Ende der Regelung 2004 migrieren rund 220.000 Menschen nach Deutschland. Ca. 85.000 treten den jüdischen Gemeinden bei. Diese Entwicklung sichert das Fortbestehen eines institutionalisierten jüdischen Lebens im Land: Die Gemeinden, zählen Ende der 1980er Jahre nur noch etwa 30.000 überwiegend ältere Mitglieder.