Der Brandanschlag wird in der Nacht vor dem jüdischen Neujahrstag Rosch Haschana gezielt auf ehemalige Baracken verübt, in welchen in der Zeit des Konzentrationslagers jüdische Häftlinge untergebracht waren. Aufgrund polizeilicher Ermittlungsfehler werden nur zwei Täter verurteilt. Die Tat ereignet sich inmitten der „Baseballschlägerjahre“, einer Ära eskalierender rechter Gewalt im wiedervereinigten Deutschland. Der Anschlag ist kein Einzelfall: Nur einen Monat zuvor trifft ein Bombenattentat das Mahnmal auf der Berliner Putlitzbrücke. Angriffe auf Gedenkorte der Shoah richten sich gegen die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit aber auch gegen jüdisches Leben in der Gegenwart.