Der 92-jährige Alfred Salomon wurde von einem Mitbewohner im Altenheim in Wülfrath antisemitisch beschimpft und geschlagen. Wegen dieser Attacke erlitt er einen Herzinfarkt und verstarb. Der Täter war ein ehemaliger Oberführer der Organisation Todt und Leiter eines Arbeitslagers. In einem solchen Lager war Alfred Salomon als Zwangsarbeiter inhaftiert. Frühere antisemitische Anfeindungen von Bewohner:innen gegen Alfred Salomon nahm die Heimleitung nicht ernst und relativierte seine Shoah-Erfahrung. Die Ermittlungen zu Salomons Tod wurden eingestellt. Der Fall wird weiterhin nicht als rechtsmotiviertes Gewaltverbrechen eingestuft.